Hamburg (ots) –

Ein „Tatort“ mit Axel Milberg aus Wacken, Europas ältester Casting-Chor in einem Dokumentarfilm, zwei aktuelle Einsätze der „Pfefferkörner“ in Hamburgs Speicherstadt oder Bjarne Mädels erneuter Auftritt als Kriminalkommissar Sörensen, wieder von ihm selbst inszeniert: Der NDR zeigt auf dem Filmfest Hamburg neun Produktionen unterschiedlichster Genres auf der großen Leinwand. Bei den Vorführungen kann das Publikum die Teams der verschiedenen Projekte kennenlernen, auch die Hauptdarsteller*innen. Drei der NDR Filme sind für Preise des Festivals nominiert: „Sörensen fängt Feuer“ und „Mein Falke“ für den Hamburger Produzentenpreis „Deutsche Fernsehproduktionen“, mit 25.000 Euro dotiert, und „Mein Totemtier & ich“ für die mit 10.000 Euro dotierte „MAJA“ beim MICHEL Kinder und Jugend Filmfest.

Eine Auszeichnung für eine Regisseurin/einen Regisseur vergibt der NDR selbst: Der NDR Nachwuchspreis ehrt den besten Debüt-Langfilm. Wer sich am Ende des Filmfests über diesen mit 5000 Euro dotierten Preis freuen darf, bestimmen erstmals fünf Studierende aus Hamburg.

Die NDR (Ko-)Produktionen auf dem Filmfest Hamburg im Einzelnen:

– Heaven Can Wait

Sonnabend, 30. September, 15.00 Uhr, Cinemaxx 1

Buch und Regie: Sven Halfar

In „Heaven Can Wait“ erobern 30 leidenschaftliche, über 70-jährige Mitglieder von Europas ältestem Casting-Chor die Herzen der Zuschauer und lassen den Puls höherschlagen. Sie performen begeisternd die Rock- und Pophits ihrer Enkelgeneration und verkörpern eine außergewöhnliche Gemeinschaft. Mit Feuer im Herzen und Rock’n’Roll in den Adern zeigen sie eindrucksvoll, dass Alter keine Grenzen kennt und die Kraft der Musik die Fähigkeit besitzt, Generationen zu verbinden und die Seele zu berühren.

Redaktion NDR: Timo Großpietsch; Produktion: Sebastian Weyland, Manfred Giesecke (Heimathafen Film & Media GmbH)

– Sörensen fängt Feuer

Sonnabend, 30. September, 21.00 Uhr, Cinemaxx 3

Buch: Sven Stricker, Regie: Bjarne Mädel

Mit Bjarne Mädel, Karoline Eichhorn, Lina Beckmann, Joachim Meyerhoff, Katrin Wichmann, Lisa Clasvogt, Leo Meier u. a.

Sörensen kämpft gegen die eigenen Dämonen, seit er die Medikamente gegen seine Angststörung abgesetzt hat. Da taucht in der kleinen friesischen Gemeinde Katenbüll eine junge, verstörte Frau auf: unterernährt, im Nachthemd und blind. Als Sörensen endlich ihre Adresse herausfindet, eröffnet sich ihm ein Geflecht aus Mord, religiösem Wahn und gut gehüteten Geheimnissen. Der Kriminalkommissar muss sich jedoch nicht nur mit schweigsamen und misstrauischen Nachbarn auseinandersetzen, sondern merkt zusehends, welche Folgen das Absetzen seiner Medikamente hat.

Redaktion NDR: Christian Granderath und Philine Rosenberg; Produktion: Jakob Claussen (Claussen + Putz Filmproduktion) im Auftrag des NDR für Das Erste, gefördert von der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

– Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis „Deutsche Fernsehproduktionen“

– Die Pfefferkörner

Sonntag, 1. Oktober, 11.00 Uhr, Cinemaxx 3

Folge 249 – Stinkbombe

Buch: Benjamin Hessler, Regie: Philipp Scholz

Mit: Jan Friedrichsen, Melody Rose, Charlotte Farhadi, Sophia Grande, Mads Albatros, Volker Zack, Emilia Djalili, Nevio Wendt, Yannick Heckmann, Meryem Mouaoukkil, Haytham Hmeidan

Hakim wird morgens vor der Schule von einem mysteriösen Angreifer attackiert; zeitgleich filmt die sogenannte „Eulenspiegel-Bande“ die Reaktion des Hausmeisters auf einen Stinkbomben-Anschlag in der Eingangshalle der Schule. Die Pfefferkörner glauben an einen Zusammenhang zwischen den Taten und den Videos und beginnen mit ihren Ermittlungen. Dummerweise kann Hakim nur heimlich mitmachen. Um den Fall zu lösen, setzen die Pfefferkörner – vor allem Moritz – auf die Hilfe des Schulhausmeisters: Herr Maas ist schwer gebeutelt von „Eulenspiegel“ und hat bereits umfangreiche eigene Ermittlungen angestellt …

Folge 250 – Plan Albatross

Buch: Anja Jabs, Regie: Philipp Scholz

Mit: Jan Friedrichsen, Melody Rose, Charlotte Farhadi, Sophia Grande, Mads Albatros, Marlene von Appen, Ronja Levis, Moritz Pauli, Spencer König, Samuel Adams, Benjamin Berger, Catherine Bode, Mo Ahmadi, Georg Leo Marx

Moritz kommt auf seiner Laufrunde zwei Villeneinbrechern in die Quere. Er kann zwar geistesgegenwärtig noch Fotos machen, doch dann wird er geschnappt und offensichtlich entführt. Leo ist verzweifelt, ihnen fehlt jegliche Spur. Amy sendet kurzentschlossen einen Hilferuf an alle ehemaligen Pfefferkörner, um ihren Bruder zu retten. Levin und Nele sind am schnellsten vor Ort. Gemeinsam klicken sie sich durch die Fotos vom Tatort, als Levin darunter den Koffer seiner Freundin Kira entdeckt. Jetzt wird ihnen klar, warum Nele sie schon den ganzen Tag nicht erreicht: auch Kira wurde entführt! Alte und neue Pfefferkörner nehmen die Spur der Vermissten auf, die sie vom Villenviertel bis auf einen entlegenen Flugplatz führt. Was genau haben die Entführer vor? Und was ist Plan Albatross?

Redaktion: Sandra Le Blanc-Marissal; Produzent: Holger Ellermann (Letterbox Filmproduktion GmbH)

– Für Immer

Freitag, 1. Oktober, 12.00 Uhr, Metropolis Kino

Ein Film von Pia Lenz

Eva ist 80 und Dieter 83. So alt wie dieses Paar möchte jeder werden, aber niemand sein. Der Dokumentarfilm „Für Immer“ begleitet das lebenskluge, sympathische Paar durch ihre letzten gemeinsamen Jahre, bis eine/r von ihnen stirbt. Der Film von Pia Lenz zeigt, was am Ende eines Lebens anders und wichtig wird. Eine Reise vom Heute ins Gestern und zurück in unser aller Morgen.

Redaktion NDR: Timo Großpietsch, Produktion: Carsten Rau, Hauke Wendler (PIER 53 Filmproduktion)

– Mein Falke

Sonntag, 1. Oktober, 18.30 Uhr, Cinemaxx 3

Buch: Beate Langmaack, Regie: Dominik Graf

Mit Anne Ratte-Polle, Jörg Gudzuhn, Olga von Luckwald, Dennis Pörtner, Bastian Hagen, Bernhard Conrad, Oliver Sauer, Harald Burmeister u. a.

Die forensische Biologin Inga Ehrenberg ist so sehr mit ihrer Arbeit im Rechtsmedizinischen Institut beschäftigt, dass sie zunächst nicht bemerkt, wie einsam sie nach ihrer Trennung von ihrem Mann ist. Erst als ihr Vater behauptet, sie habe eine Halbschwester und ein Falkner sie bittet, ein Falken-Junges in Obhut zu nehmen, gerät sie in einen Strudel lang verborgener, schmerzhafter Gefühle. Sie beginnt den Falken zu zähmen, fest davon überzeugt, dass der Vogel sie nie verlassen wird. Währenddessen muss sie sich mit dem Fund eines toten Babys, dessen Identität unklar scheint, und mit zwei weiteren Fällen beschäftigen.

Redaktion: Christian Granderath und Sabine Holtgreve (beide NDR) sowie Claudia Tronnier (ARTE); Produktion: Jens C. Susa (Provobis Film) für NDR und ARTE im Auftrag der ARD.

– Nominiert für den Hamburger Produzentenpreis „Deutsche Fernsehproduktionen“

– Die Akte Lindenberg – Udo und die DDR

Montag, 2. Oktober, 20.30 Uhr, Hanse Saal im Passage Kino, anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Buch: Falko Korth und Reinhold Beckmann; Regie: Falko Korth

1983 sorgte der bekannteste deutsche Rocker aus dem Westen für Tumulte im Osten. In dem Jahr erhielten Udo Lindenberg und sein Panik Orchester endlich die Genehmigung, beim FDJ-Friedenskonzert im „Palast der Republik“ in Ostberlin aufzutreten. Was dann tatsächlich passierte, zeigt die Dokumentation von ARD-Moderator Reinhold Beckmann und Falko Korth aus dem Jahr 2010. Schönes Detail: Beckmann war damals Tonassistent beim WDR und begleitete Udo auf seiner Tournee. Ein freches Erinnerungsstück anlässlich der Wiedervereinigung vor 20 Jahren.

Redaktion im NDR: Carola Meyer, Produzenten: Ulrich Lenze, Reinhold Beckmann

– Tatort: Borowski und das unschuldige Kind von Wacken

Dienstag, 3. Oktober, 18.30 Uhr, Cinemaxx 3

Buch: Agnes Pluch, Regie: Ayse Polat

Mit Axel Milberg, Almila Bagriacik, Nikolas Monu, Bärbel Schwarz, Marven Gabriel Suarez-Brinkert, Anja Schneider, Thomas Kügel, Anja Antonowicz, Victoria Trauttmansdorff, Regine Hentschel, Joel Williams, Andreas Döhler, Irina Potapenko u. a.

– Der Film markiert das 20-jährige Jubiläum des Kieler NDR „Tatorts“ mit Kommissar Klaus Borowski

Auf einem Parkplatz in der Nähe Kiels wird ein getöteter Säugling gefunden, ein Frühchen. Wo ist die Mutter? Hat sie ihr Kind umgebracht? Ein gefundenes Eintrittsbändchen für das Heavy-Metal-Festival in Wacken führt Klaus Borowski und Mila Sahin in den kleinen verschlafenen Ort, in dem jeder jeden kennt und in dem in wenigen Tagen Zehntausende Musikfans sämtliche Spuren verwischen werden. Erste Ermittlungen führen zum Festival-Caterer Michi Berger, der offenbar vor kurzem im Auto eine junge Frau und ihr Baby mitgenommen hatte. Er unterhält ein heimliches Verhältnis mit der Bestatterin Meike. Deren Sohn Jan war in der Nacht, als das Baby verschwand, mit seiner Heavy-Metal-Band unterwegs und hat etwas beobachtet, was er mit niemanden teilen will. Und was hat die hochschwangere Sarah zu verbergen, die so bestürzt auf die Nachricht von dem toten Kind reagiert? Die Sehnsucht nach dem perfekten Glück treibt alle Figuren um und wird am Ende zu einer tödlichen Falle.

Redaktion im NDR: Sabine Holtgreve, Produzentin: Kerstin Ramcke (Nordfilm), ausführende Produzentin: Sabine Timmermann

– Mein Totemtier & ich

Donnerstag, 5. Oktober, 16.00 Uhr, Studio Kino Saal 1

Buch: Sander Burger und Bastiaan Tichler, Regie: Sander Burger

Mit: Amani-Jean Philippe, Ole van Hoogdalem, Lies Visschedijk, Emmanuel Ohene Boafo, Céline Camara, Kenneth Herdigein, Iliass Ojja, Bas Keijzer

Die elfjährige Ama lebt in den Niederlanden, solange sie denken kann. Sie ist passionierte Schwimmerin und verbringt mit ihrem besten Freund jede freie Minute im Schwimmbad, um für die anstehenden Meisterschaften zu trainieren. Ama fühlt sich heimisch in Rotterdam, doch seit der Aslyantrag ihrer senegalesischen Eltern abgelehnt wurde, lebt die vierköpfige Familie in der Illegalität. Als Amas Mutter und ihr kleiner Bruder festgesetzt werden, kann sich Ama verstecken. Auf der Suche nach ihrem Vater irrt Ama alleine durch Rotterdam – bis sie unerwartete Unterstützung durch ihr persönliches „Totem“ bekommt: Im Senegal wird jedem Menschen ein Tier zugewiesen, welches einem Kraft und Mut gibt. Amas Totem ist ein überdimensionales Stachelschwein, das sie von nun an auf Schritt und Tritt begleitet.

Redaktion: Holger Hermesmeyer (NDR), Produzenten: Denis Vaslin, Fleur Knopperts (Volya Films)

– Nominiert für den MICHEL Filmpreis MAJA

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