Hamburg (ots) –

Peter Kurth erzählt in der aktuellen Ausgabe ZEIT Verbrechen von seiner Vergangenheit als Theaterschauspieler in der DDR: „Für die Staatssicherheit war es schwieriger, im System Theater Fuß zu fassen, aber es gab natürlich Bespitzelung. Außerdem wurde jedes Stück durch die Staatssicherheit abgenommen, es hieß: ‚Ja, Genossen, das könnt ihr machen‘, oder: ‚Das geht so gar nicht.'“

Deshalb entwickelten die Theaterleute Wege, um ihre Botschaften auf die Bühne zu bringen, so etwa den sogenannten ‚weißen Elefanten‘: „Wenn es eine Stelle im Stück gab, die uns besonders wichtig war, die wir unbedingt dem Publikum zeigen wollten, dann haben wir an einer anderen Stelle so offensichtlich gegen die Regeln verstoßen, dass es für die Staatssicherheit nicht zu übersehen war – in der Hoffnung, dass diese Stelle gestrichen würde und die andere, uns wichtige, übersehen. Das war der weiße Elefant, eine Art Falle für die Zensur.“

Das neue Magazin ZEIT Verbrechen (Heft 21/2023) erscheint am 13. Juni im Handel und ist auch hier (https://shop.zeit.de/die-zeit-und-magazine/zeit-verbrechen/) erhältlich.

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