Berlin (ots) –

Am gestrigen Mittwoch gab Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, aktuelle Einblicke in das im Januar gestartete Bundesprogramm Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit. Kinder und Jugendliche haben mit dem Zukunftspaket die Chance, eigene Ideen umzusetzen und ihr direktes Lebensumfeld selbst mitzugestalten. Der Andrang ist überwältigend: Seit Antragsstart haben sich über 780 Jugendgruppen direkt beraten lassen. Mit dabei sind schon jetzt zahlreiche Jugendgruppen, fast 130 Kommunen und über 300 Vereine und Organisationen in der ganzen Republik, die ihre Beteiligungsstrukturen für junge Menschen ausbauen und gemeinsam mit ihnen Angebote vor Ort schaffen.

Außerdem tauschte sich die Ministerin mit einer Jugendgruppe der Deutschen Gehörlosen-Jugend e.V. und ihrem Referenten Robert Jasko zu Beteiligungsmöglichkeiten in der Gesellschaft aus. Im Rahmen des Zukunftspakets für Bewegung, Kultur und Gesundheit plant die Deutsche Gehörlosen-Jugend ab Mai eine Aufklärungskampagne zur Tauben-Jugendpolitik und Jugend-Gebärdensprache sowie flankierende Veranstaltungen. Mit ihren Projektideen hatte sich der Verein erfolgreich für die Projektmittel und Begleitungsangebote des Zukunftspakets beworben.

Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Ich bin immer wieder beeindruckt vom Engagement und der Kreativität junger Menschen. Sie und ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen, ist in Krisenzeiten wichtiger denn je. Was Kinder und Jugendliche zurecht einfordern, sind Mitsprache und Beteiligung. Mit dem Zukunftspaket stellen wir junge Menschen in den Mittelpunkt und unterstützen sie dabei, ihre Vorhaben umzusetzen. Die Projekte der Deutschen Gehörlosen-Jugend haben uns sofort überzeugt. Sie zeigen, wie Empowerment von jungen Menschen für junge Menschen aussehen kann. Der Verein steht beispielhaft für Kinder und Jugendliche, die mit viel Eigeninitiative und bewundernswertem Engagement etwas für sich und andere verändern und bewirken möchten.“

Anne Rolvering, Vorsitzende der Geschäftsführung Deutsche Kinder- und Jugendstiftung: „Junge Menschen wissen selbst am besten, was sie brauchen, um ihr Umfeld mitgestalten zu können. Darauf zielt das Zukunftspaket ab. In unseren Beratungen hören wir jungen Menschen zu, beraten sie zu ihren eigenen Ideen und ermutigen sie, ihr eigenes Projekt umzusetzen. Denn wer aktiv mitbestimmen kann, fühlt sich als Teil der Gesellschaft und lernt Eigeninitiative und demokratische Mitsprache. Mithilfe des Zukunftspakets können die jungen Menschen Projekte umsetzen, die eng an ihrer Lebenswelt sind. Uns zeigt die Vielzahl der Projektideen, wie aktiv Kinder und Jugendliche sind, wenn es um ihre Ideen und Wünsche geht.“

Robert Jasko, Referent für eigenständige Jugendpolitik und Partizipation bei der Deutschen Gehörlosen-Jugend: „Unser Ziel ist es, nach der Corona-Pandemie das Zusammentreffen junger tauber Menschen zu ermöglichen und durch aktive Planung und Organisation von Veranstaltungen sowie den damit verbundenen Lernprozess und Netzwerkausbau unsere Zukunft selbst zu gestalten. Selbstorganisation ist ein wichtiger Bestandteil von Partizipation und Jugendbeteiligung, und deshalb möchten wir den Jugendlichen teilweise Entscheidungskompetenz und -macht übertragen, damit sie ihre Lebenswelt konkret mitgestalten und ihre eigenen Interessen besser vertreten können. Dabei möchten wir nicht nur für uns, sondern auch für die breite Öffentlichkeit sichtbar sein und die Deutsche Gehörlosen-Jugend e.V. als Interessensvertretung der jungen Menschen stärken. Wir freuen uns sehr, dass wir durch das Zukunftspaket bei unserem Engagement unterstützt werden.“

Seit dem 1. Februar 2023 können Kinder und Jugendliche gemeinsam mit einem Träger der Kinder- und Jugendarbeit, wie zum Beispiel einem Jugendzentrum oder einem Sportverein, einen Förderantrag stellen. Die Antragstellung ist für Jugendprojekte, die von Kindern und Jugendlichen selbst geplant werden, bis zum 15. September 2023 durchgängig möglich.

Die DKJS begleitet Das Zukunftspaket mit Kinder- und Jugendberatungsangeboten, Vernetzungs- und Qualifizierungsangeboten, darunter Videos mit Expert:innengesprächen und der wöchentlichen Veranstaltungsreihe „Wissen geht raus – Beteiligung in der Mittagspause“, bei der sich Träger und kommunale Vertreter:innen zu verschiedenen Schwerpunkten zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung austauschen können.

Über das Programm:

Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und wird von der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung (gsub) und der Stiftung SPI umgesetzt. Der Programmteil „Kinder- und Jugendbeteiligung im Zukunftspaket“ wird von der DKJS verantwortet.

Die DKJS bietet zudem Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote an, darunter die wöchentliche Veranstaltungsreihe „Wissen geht raus – Beteiligung in der Mittagspause“, bei der sich Trägerinnen und Träger sowie Interessierte zu verschiedenen Schwerpunkten zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung informieren und austauschen können.

www.das-zukunftspaket.de

Über die Deutsche Gehörlosen-Jugend e.V.

Deutsche Gehörlosen-Jugend e.V. versteht sich als sozialpolitische, kulturelle und schulische Interessenvertretung der hörgeschädigten Jugendlichen in Deutschland und als Forum für die junge Gebärdensprachgemeinschaft. Sie vertritt ca. 30.000 taube Jugendliche, die in Deutscher Gebärdensprache kommunizieren, Gleichberechtigung fordern und auf eigene Kultur stolz sind.

www.gehoerlosen-jugend.de/

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Maja Greszik
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