München (ots) –

Die geplanten Themen:

Die Türkei vor der Wahl – Ein Blick aus dem Exil

2016, nach dem gescheiterten Putschversuch gegen Erdogan ging der türkische Präsident mit aller Härte gegen seine Kritiker:innen vor. Viele zwang er mit dieser Politik ins Exil: Journalist:innen, Intellektuelle, Künstler:innen und Autor:innen. Welche Hoffnung hegen die Geflohenen nun vor der Präsidentschafts- und Parlamentswahl am 14. Mai in der Türkei?

„ttt“ spricht mit dem Journalisten und Autoren Can Dündar, der kurdisch-türkischen Künst­lerin Zehra Dogan sowie dem kurdisch-türkischen Künstler Ahmet Ögüt.

Autorin: Petra Dorrmann

„Beyond The Wall“ – Ein ostdeutsch-britischer Blick auf die DDR

Es ist schon erstaunlich, dass jetzt eine DDR-Geschichte der erst 38-jährigen Historikerin Katja Hoyer ausgerechnet in Großbritannien für viel Aufmerksamkeit sorgt. Hoyer lebt seit Jahren in London und gilt den dortigen Medien mittlerweile als Deutschland- und nun auch als DDR-Erklärerin. „Diesseits der Mauer: Eine neue Geschichte der DDR 1949-1989“ heißt ihr Buch, das soeben erschienen ist.

Autorin Katja Hoyer, geboren 1985 im brandenburgischen Guben, unternimmt darin den Versuch, die Geschichte der DDR aus ostdeutscher Sicht aufzuschreiben – für ein westli­ches Publikum.

„Beyond the wall“, so der englische Titel wurde in allen großen Tageszeitungen besprochen und stand auf der The Times-Bestsellerliste. Ist dieses Buch tatsächlich ein neuer Blick auf das verschwundene Land? „ttt“ hat die Autorin und Historikerin in London getroffen.

Autor: Tim Evers

Daido Moriyama – Retrospektive im C/O Berlin

Körnig, verwackelt, unscharf: Mit der Schwarzweißfoto-Serie „Japan – ein Fototheater“ er­oberte der japanische Street-Fotograf Daido Moriyama die Welt der Fotografie. Die damals, in den 60er Jahren revolutionäre Ästhetik und Moriyamas Motto „Die Straße ist das Leben“ wirkten stilprägend für ein ganzes Genre und inspirierten unzählige Nachahmer. C/O Berlin zeigt jetzt eine große Retrospektive des Künstlers, der seinen Betrachtern auch mit Sätzen wie diesem zu denken gab: „Die Vergangenheit ist immer neu, die Zukunft ist immer nos­talgisch“.

Autor: Andreas Lueg

„Bildungsgang“ – Ein Aufschrei der Jugend gegen das deutsche Bildungssystem

Es begann mit Plänen für Performances in der Öffentlichkeit, Workshops und eine Demo: 2017 haben sich Schüler und (sehr junge) ehemalige Schüler zusammengefunden, um ihrer Wut und Verzweiflung über die Erfahrungen im Schulbetrieb Ausdruck zu geben. Begleitet hat diese Aktionen der damals 20-jährige Simon Marian Hoffmann mit der Kamera. Daraus wurde ein Dokumentarfilm, in dem die Jugendlichen zeigen und erzählen, was sie in der Schule erlebt haben und warum sie der Schulbetrieb nicht auf ein Leben vorbereitet. „ttt“ hat den Regisseur des Films zum Interview getroffen.

Autor: Ulf Kalkreuth

„Ernesto’s Island“

1972 schenkte Fidel Castro bei einem Staatsbesuch der DDR eine Insel vor der kubanischen Küste und taufte sie auf den Namen „Isla Ernesto Thälmann“, um dem kommunistischen Arbeiterführer dort ein karibisches Denkmal zu setzen. Es war nur ein symbolischer Akt, außer den DDR-Schlagerstars Frank Schöbel und Aurora Lacasa hat diese menschenleere Insel kaum ein DDR-Bürger zu sehen bekommen.

Diese Insel ist nun Schauplatz eines Films. Der im dokumentarischen Stil gedrehte Film „Er­nesto’s Island“ von Roland Vietz ist ein Roadtrip in verlorene, gescheiterte Utopien und zugleich eine Suche nach Heimat.

Autor: Lutz Pehnert

Moderation: Max Moor

„ttt – titel thesen temperamente“ ist am Sendetag ab 20:00 Uhr in der ARD Mediathek verfügbar.

Im Internet unter www.DasErste.de/ttt

Redaktion: Christine Thalmann, Ulf Kalkreuth (rbb)

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Quelle: ots