München (ots) –

Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

Türkei: Wahlkampf im Erdbebengebiet

Der Wahlkampf in der Türkei geht in die Endphase. Jede Stimme zählt, das Rennen ist knapp. Im Erdbebengebiet ist der Stimmenfang besonders schwierig. Viele Menschen mussten wegziehen, viele leben noch in Zelten. Das Wählen ist schwierig, viele Erdbeben-Opfer sind wütend und verzweifelt. Die Regierungspartei AKP kämpft gegen den Vorwurf an, zu wenig und zu spät geholfen zu haben. Die Opposition versucht daraus Kapital zu schlagen. Wir sind in Iskenderun mit der CHP-Abgeordneten Suzan Shahin unterwegs und begleiten in Antakya den AKP-Parlamentarier Hüseyin Yayman. (Autor: Markus Rosch / ARD Studio Istanbul)

Ghana: Wohin mit den Altkleidern?

Pro Woche landen in Ghana, dem zweitgrößten Altkleidermarkt der Welt, 15 Millionen Textilteile. 40 Prozent werden nicht verkauft. Große Deponien gibt es nicht, vieles landet in der Umwelt, vor allem in Meer. Die Hilfsorganisation „Or Foundation“ kümmert sich – auch mit einer Klinik – um die Gesundheit der Arbeiter, die Teile der Altkleider umarbeiten oder recyceln. Die chinesische Modemarke Shein ist mit besonders billigen Angebot beliebt bei 15- bis 25-Jährigen und engagiert sich nun mit 15 Millionen US-Dollar bei der Hilfsorganisation. Die findet diese Unterstützung „revolutionär“. Andere, wie Greenpeace, sprechen von „Greenwashing“. (Autor: Norbert Hahn / ARD Studio Nairobi)

Usbekistan: Neues Leben am Aralsee

Er war einmal der viertgrößte Binnensee der Welt: Der Aralsee, so groß wie Bayern, zwischen Usbekistan und Kasachstan, ist heute eine Sand- Staub- und Salzwüste. Zu Sowjet-Zeiten zapfte man zur Bewässerung riesiger Baumwollfelder die Zuflüsse an, wodurch der See bis auf ein Zehntel seiner Fläche austrocknete. Inzwischen sind die Bauern auf Tröpfchenbewässerung umgestiegen, man pflanzt Sträucher, die auf dem salzigen Boden gedeihen zum Schutz vor Erosionen und Sandstürmen, und ganz langsam wird die Region mit ihrer bizarren Landschaft für den Tourismus erschlossen. (Autorin: Sabine Krebs /ARD Studio Moskau)

Lanzarote: Energie aus Vulkangestein

Wo sonst Astronauten für eine Mondlandung trainieren, in den Vulkanfelsen der Insel Lanzarote, treffen sich junge Elektro-Ingenieurinnen und machen einen Versuch: Sie versenken einen zwei Meter langen Metallstab in der Erde, schließen Kabel an und tatsächlich: Es fließt Strom. Warum? In zwei Metern Tiefe ist die Erde bis zu 400 Grad heiß. An der Oberfläche etwa 40 Grad. In dem Metall bewegen sich Elektronen zum kühleren Ende, dabei entsteht eine elektrische Spannung. Genauso könnten künftig Vulkangebiete mit sauberem Strom versorgt werden, in Spanien besonders interessant für die Kanarischen Inseln, wo die Erde zwei Meter unter der Oberfläche noch 700 Grad heiß ist. (Autor: Sebastian Kisters / ARD Studio Madrid)

Philippinen: Scheidung verboten

Was Gott zusammenfügt, das darf der Mensch nicht trennen. Dieser Satz aus dem neuen Testament gilt nur noch in zwei Staaten der Welt: Im Vatikan und auf den Philippinen. Scheidung ist hier verboten. Und das hat Konsequenzen, vor allem für Frauen. Oft verlassen die Männer ihre Familie. Frauen und Kinder haben dann keinen rechtlichen Anspruch auf Unterhalt, müssen weiter den Namen des Mannes tragen und können keine neue Ehe schließen. Bislang ist jede Reform gescheitert. Was aber in diesem Jahr 2023 Paare nicht daran hindert, sich bei einer der beliebten Massenhochzeiten das Ja-Wort zu geben. (Autor: Ulrich Mendgen / ARD Studio Tokio)

Großbritannien: Der ESC für die Ukraine

Für Liverpool soll der ESC eine Sternstunde werden, auch wenn, oder gerade weil, Großbritannien gerade wirtschaftlich harte Zeiten durchmacht. Vor allem aber soll es ein Fest für die Ukraine werden. Wegen des Angriffskrieges kann das Siegerland den Wettbewerb nicht selbst ausrichten.16 Städte hatten sich in Großbritannien beworben, Liverpool punktete mit einem intensiven ukrainischen Schwerpunkt, sichtbar an vielen Orten der Stadt, sei es ein Denkmal, das wie in der Ukraine gerade nötig, zum Schutz in Sandsäcke gehüllt wurde, oder gelb-blaue Lichtspiele und ukrainische Drinks in Bars. Die 500 Freiwilligen, die bei der ESC-Organisation helfen – darunter auch Ukrainer -, tragen eine Uniform, designt von einer Ukrainerin. (Autorin: Mareike Aden / ARD Studio London)

Weltspiegel-Podcast in dieser Woche: Die Türkei wählt: Wechsel oder weiter so?Moderation: Janina Werner

Redaktion: Petra Schmitt-Wilting/Heribert Roth

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Quelle: ots