Mainz (ots) –

Insgesamt sieben Produktionen der ZDF-Familie werden mit dem Grimme-Preis 2023 ausgezeichnet. Das gab die Grimme-Preis-Jury heute, Dienstag, 21. März 2023, bekannt.

Kategorie Fiktion

In der Kategorie „Fiktion“ konnte das Drama „Im Feuer“ punkten, nach dem Buch von Daphne Charizani, die auch Regie führte. Der Film handelt von der Bundeswehrsoldatin und gebürtigen Kurdin Rojda (Almila Bagriacik). Sie meldete sich für eine Mission im Irak, um kurdische Soldatinnen auszubilden, die gegen den IS kämpfen. Das Drama ist eine Produktion von Pallas Film, Match Factory Production und View Master Films in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ERT und ARTE gefördert von Film- und Medienstiftung NRW, Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein, DFFF, Greek Film Center, Greek Ministry of Culture. Die Redaktion im ZDF haben Claudia Tronnier und Olaf Grunert.

Der Film „Die Wannseekonferenz“ von Matti Geschonneck wurde ebenfalls ausgezeichnet. Er schildert das Treffen führender Vertreter des NS-Regimes am 20. Januar 1942 in einer Villa in Berlin-Wannsee. Thema war die Organisation des systematischen, millionenfachen Massenmords an den Juden in Europa, von den Nazis als „Endlösung der Judenfrage“ bezeichnet. „Die Wannseekonferenz“ ist eine Koproduktion des ZDF mit Constantin Television, die Redaktion im ZDF lag bei Frank Zervos und Stefanie von Heydwolff.

Zu den Gewinnern zählt auch die sechsteilige Dramaserie „Neuland“: Als die alleinerziehende Mutter Alexandra spurlos verschwindet, soll sich ihre Schwester Karen um ihre Nichten kümmern. Wie eine Außerirdische landet die von einem Auslandseinsatz traumatisierte Berufssoldatin in der Kleinstadtidylle, die sich als trügerisch entpuppt. Produziert wurde „Neuland“ im Auftrag des ZDF von der Odeon Fiction GmbH, Berlin. Die Redaktion lag bei Axel Laustroer und Kristl Philippi.

Auch die achtteilige ZDFneoriginal-Serie „Safe“ konnte in der Kategorie „Fiktion“ punkten. Die Dramaserie dreht sich um Katinka und Tom, die in Berlin eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie führen. Hier finden die jungen Klientinnen und Klienten einen sicheren Raum und professionelle Hilfe. Claussen + Putz Filmproduktion GmbH produzierte die Serie im Auftrag von ZDFneo. Die Redaktion hatte Berit Teschner, die ZDFneo-Koordination Christiane Meyer zur Capellen.

Wettbewerb Information & Kultur

Im Wettbewerb „Information & Kultur“ gewann der Dokumentarfilm „Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung“ (Deutschland 2022). Über acht Jahrzehnte haben deutsche Sinti und Roma Unrecht erfahren. Der Dokumentarfilm von Peter Nestler erzählt von Romani Roses Familie, ihrem Widerstand und ihrem Beharren auf Gerechtigkeit. Es ist die leidvolle Geschichte einer Minderheit zwischen Trauma und Selbstbehauptung, die die gesamte Nachkriegszeit hindurch bis in die Gegenwart hinein Gewalt und behördliche Schikanen erlitt und nur dank der Bürgerrechtsbewegung Anerkennung erfuhr. Der Film ist eine Koproduktion von ZDF/3sat mit Strandfilm Produktions GmbH und Navigator Film; die Redaktion im ZDF hat Udo Bremer.

Kategorie Unterhaltung

In der Kategorie Unterhaltung wurde das „ZDF Magazin Royale“ (ZDF/Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld) ausgezeichnet. Bereits seit November 2020 begrüßt Jan Böhmermann sein Publikum in der Late-Night-Satire im ZDF. Dort greift er mit Witz und Ironie politisch und gesellschaftlich relevante Themen auf, legt den Finger in Wunden und stößt Debatten an. Die Redaktion haben Karolina Salamon und Constantin Thelen.

Wettbewerb Studentenjury

Zudem wurde der Horrorthriller „Schlaf“ von Michael Venus, der gemeinsam mit Thomas Friedrich auch das Buch schrieb, im Wettbewerb „Studentenjury“ ausgezeichnet. Der Heimathorrorfilm erzählt von einem Fluch und einer Dorfgemeinschaft, die von einer Serie von Selbstmorden heimgesucht wird. Als Marlene (Sandra Hüller) an ihren Albträumen zu zerbrechen droht, führt ihre Tochter Mona (Gro Swantje Kohlhof) die Suche nach Antworten in ein eigentümliches Dorf. Produziert hat Junafilm in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel, gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, nordmedia, BKM, DFFF. Die Redaktion im ZDF hat Christian Cloos.

Preisverleihung auf 3sat

Die Preisverleihung des Grimme-Instituts findet am 21. April 2023, in Marl statt. 3sat zeigt am selben Abend um 22.25 Uhr eine 120-minütige Zusammenfassung. Der Grimme-Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland und wurde erstmals 1964 vergeben.

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Quelle: ots